Finden Obdachlose mit Hund in der kalten Jahreszeit eine Unterkunft?

Finden Obdachlose mit Hund in der kalten Jahreszeit eine Unterkunft?

Antrag der AfD-Gemeinderatsfraktion für mehr Erfrierungsschutz – die nächste Kältewelle kommt bestimmt

Wie gut ist es darum bestellt, dass in Karlsruhe keine Obdachlosen frieren müssen, die sich nur einfach nicht von ihren Tieren trennen mögen?

Man kennt das Bild aus dem Alltag, auch in der Fächerstadt: Der treuste Freund des Obdachlosen ist oft ein Hund. Gerade Menschen, die auf der Straße leben, haben zu ihren Hunden oftmals ein enges und inniges Verhältnis. Schließlich leben sie 24 Stunden am Tag intensiv mit ihren Vierbeinern zusammen. Die Tiere sind meist gut erzogen und sozialisiert, so dass in der Regel keine Gefahr von ihnen ausgeht. Doch was tun, wenn der Hund nicht in eine der beiden Karlsruher Notunterkünfte mitgenommen werden darf? 

Die AfD-Gemeinderatsfraktion hat daher angestoßen, für die Obdachlosen den “Erfrierungsschutz”, wie er sachlich heißt, zu erweitern, um die Möglichkeit, den Weggefährten auf vier Pfoten in die Obdachlosenunterkunft mitzunehmen. Konkret heißt das, den Erfrierungsschutz für Männer in der Kriegsstraße 88 und den Erfrierungsschutz für Frauen in der Lameystraße 36 (Hotel “Anker”) soweit zu optimieren, dass dort auch Obdachlose mit Hund übernachten können. Der Antrag steht in der Gemeinderatssitzung vom 18. Februar 2020 auf der Tagesordnung. 

Mittlerweile hat die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass beide Notunterkünfte obdachlose Männer und Frauen mit ihren Hunden aufnehmen. Die AfD-Fraktion freut sich darüber natürlich sehr, dass diesen Menschen geholfen wird, wundert sich aber auch, dass in der Bevölkerung darüber so wenig bekannt ist und fordert die Stadtverwaltung daher auf, dies entsprechend zu kommunizieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.