Anbindung Neubaugebiet Oberer Säuterich

Anbindung Neubaugebiet Oberer Säuterich

  1. Wann plant die Stadtverwaltung, die in der Sommerferienzeit durchgeführte Verkehrszählung in Durlach-Aue zu wiederholen, um belastbare Ergebnisse zu erzielen?
  2. Welche Maßnahmen plant die Stadtverwaltung, um das durch die Schaffung des Baugebiets „Oberer Säuterich“ entstehende Verkehrsaufkommen so zu kanalisieren, dass die Schlesier Straße, Karpatenstraße und der Schindweg davon weitgehend verschont bleiben?
  3. Ist geplant, das Neubaugebiet „Oberer Säuterich“ verkehrlich direkt an die Südtangente anzuschließen? Falls ja, wann? Falls nein, warum nicht?
  4. Ist geplant, die Tankstelle auf der anderen Seite der Südtangente im Rahmen der Erschließung des „Oberen Säuterich“ mit einer Erdgasleitung der Stadtwerke zu verbinden, sodass auch dort Erdgas getankt werden kann? Falls ja, wann? Falls nein, warum nicht?

Sachverhalt / Begründung:

Der Obere Säuterich als neu einzurichtendes Neubaugebiet beschäftigt die Auer Bürger bereits seit einigen Jahren. Sie befürchten, keine in den Rahmen des Ortsbildes passende Bebauung und keine funktionierende Verkehrserschließung des geplanten Wohngebiets zu erhalten, was beides nachteilig für Gesamt-Aue wäre.

Dabei rechnen sie insbesondere mit einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen von mehreren hundert Fahrzeugbewegungen täglich aus/nach dem Oberen Säuterich. Nicht nur PKW und Lieferdienste der geplanten über 800 neuen Anwohner, auch die Anbindung des geplanten Seniorenheims und des geplanten Kindergartens sollen über Schlesier Straße, Karpatenstraße und Schindweg erfolgen, was die Anwohner sehr kritisch sehen. Sie befürchten, dass der zusätzliche Verkehr die Gefahrenpotentiale an den bereits bestehenden Engstellen noch verschärft. Kleine, dörfliche Straßen müssen hier ja bereits heute den notwendigen Gewerbeverkehr der benachbarten Großgärtnereien in beide Fahrtrichtungen zusätzlich zum Durchgangsverkehr, zum Wohnerschließungsverkehr und den Fußgängern aufnehmen. Vor diesem Hintergrund halten sie den Straßen(wieder)anschluss im Bereich des Oberen Säuterich an die Südtangente, der nach dem Bau der Südtangente über viele Jahre bestand, für lange überfällig. 

Vom 11. bis zu 13.Juli 2018 wurde in Aue eine Verkehrszählung durchgeführt – in einem Zeitraum im Sommer, als der private und der Gewerbeverkehr – verglichen mit dem Jahresdurchschnitt  – sehr gering war. Der Zählzeitraum war wenige Tage vor den großen Ferien. Auch der Gewerbeverkehr war erheblich verringert, da sowohl durch die Ferienzeit weniger Auslieferungen anstanden als auch jahreszeitbedingt fast kein Verkehr der Traktoren, Arbeitsmaschinen etc. zu den Feldern stattfand.

Eine Ferien-Verkehrszählung für ein vom Stadtplanungsamt beauftragtes Verkehrsgutachten in einem Zeitraum, an dem zweifelsfrei vorhersehbar kaum Verkehr stattfand, hat wenig Aussagekraft.

Das auf dieser Ferien-Verkehrszählung basierende Verkehrsgutachten soll die Anzahl der Fahrzeugbewegungen je Zeiteinheit dokumentieren. Solche Zählungen an Straßen sind aussagekräftig, wenn sie nicht zum falschen Zeitpunkt durchgeführt werden.

Betroffene Bürger haben bereits jetzt Protest gegen den Zeitpunkt der durchgeführten Verkehrszählung für die vom Stadtplanungsamt angekündigte öffentliche Vorstellung und Diskussion des Verkehrsgutachtens angekündigt, die voraussichtlich Ende November stattfinden soll.

Komprimiertes Erdgas (CNG – compressed natural gas) ist die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternative zum Elektroauto und ermöglicht Reichweiten von 400 km und mehr. Im Westen und in der Mitte der Stadt existieren bereits Tankstellen, an denen CNG getankt werden kann, im Osten der Stadt – und damit in der Nähe der Autobahn – fehlt eine solche schon seit langem.

Unterzeichnet von:

 Marc Bernhard 

Dr. Paul Schmidt

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