Zusätzliche Kosten von Windkraftanlagen

Zusätzliche Kosten von Windkraftanlagen

Anfrage 

Thema: Zusätzliche Risiken und zusätzliche Kosten beim Betrieb von Windkraftanlagen – Welche Auswirkungen hat das auf die Rendite, die die Stadt bzw. die Stadtwerke aus ihren Windkraftbeteiligungen erwarten?

1.) Welche Rendite ist bei der Beteiligung der Stadtwerke an der EOS Windenergie GmbH & Co. KG (Windpark Riedelberg II bei Zweibrücken) noch zu erwarten, wenn alle Windkraftanlagen künftig alle zwei Jahre vollständig vom TÜV geprüft werden müssen, was ja zusätzliche Kosten bedeutet?

2.) Wie verhält sich dies insgesamt bei allen Windkraftbeteiligungen der Stadt bzw. der Stadtwerke? 

3.) Wer trägt die Kosten für Personenschäden, Flurschäden und der Verletzungen, die das weidende Vieh durch herabfallende Anlagenteile und Rotorbestandteile jederzeit entstehen können, im Fall der EOS Windenergie GmbH & Co. KG? Wie hoch sind die dementsprechenden zusätzlichen Risiken für Stadt bzw. Stadtwerke?

4.) Wie verhält sich dies insgesamt bei allen Windkraftbeteiligungen der Stadt bzw. der Stadtwerke?? 

5.) Welche Rendite ist bei der Beteiligung der Stadtwerke an der EOS Windenergie GmbH & Co. KG noch zu erwarten, wenn es zusätzlich zur Einführung der TÜV-Prüfung aller Windkraftanlagen alle zwei Jahre auch noch zur Abschaffung des Einspeisevorrangs dieser Anlagen käme?

6.) Wie verhält sich dies insgesamt bei allen Windkraftbeteiligungen der Stadt bzw. der Stadtwerke? 

Sachverhalt / Begründung:

Als am 20. März 2018 im Gemeinderat über die Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH an der EOS Windenergie GmbH & Co. KG (Windpark Riedelberg II bei Zweibrücken) abgestimmt wurde, war die AfD als einzige Partei dagegen. Alle anderen Parteien haben zugestimmt. In unserem Redebeitrag haben wir damals auf die geringe Rendite und die nicht berücksichtigten Entsorgungskosten am Ende der 20-jährigen Nutzungsdauer hingewiesen, die bereits in 15 Jahren zu Ende geht, und darauf, dass die bereits geringe Renditeerwartung von 4,3% durch weitere Risiken – also zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht nachgewiesene künftige Kosten – am Ende deutlich geringer ausfallen kann.

Nun hat am 27.05.2018 „Die Welt“ darauf hingewiesen, dass immer mehr Windkraftanlagen unvermittelt zu brennen anfangen, ihre Rotorblätter verlieren oder umknicken und dass daher der TÜV fordert, diese Anlagen endlich regelmäßig zu prüfen, wie alle anderen Industrieanlagen auch. 

Immerhin seien in Deutschland bereits 30.000 Windkraftanlagen in Betrieb. (https://www.welt.de/wirtschaft/article176699938/Windkraft-TUEV-sieht-in-den-Anlagen-tickende-Zeitbomben.html) 

Zwei Tage zuvor hatte der Spiegel berichtet, verschiedene Experten hätten der Regierung in eigens erstellten Studien zur Abschaffung des Einspeisevorrangs der sog. Erneuerbaren – also auch der Windkraft – geraten, was nun im Wirtschaftsministerium geprüft werde. 

(http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/energiewende-regierung-koennte-vorfahrt-fuer-oekostrom-einschraenken-a-1209386.html)

Unterzeichnet von:

Marc Bernhard 

Dr. Paul Schmidt

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